Tötungsdelikt am 10.04.2018 in Westerburg

Folgemitteilung - 2020 Js 25409/18 -

 

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen einen 68 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen aus dem Westerwaldkreis Anklage zum Landgericht – Schwurgericht – Koblenz wegen des Verdachts des Totschlags erhoben.

 

In der im Juni 2018 erhobenen Anklage wird dem Angeklagten zur Last gelegt, am Abend des 10.04.2018 in seiner Wohnung in Westerburg seinen Vermieter und langjährigen Bekannten nach einem vorangegangenen Streit mit einem schweren Lampenständer gegen den Oberkörper und auf den Kopf geschlagen und dabei dessen Tod zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Hierdurch erlitt der Geschädigte erhebliche Kopfverletzungen. Trotz aller Bemühungen der herbeigerufenen Rettungssanitäter verstarb der Geschädigte infolge der Gewalteinwirkung noch am Tatort. Grund für die Streitigkeit soll gewesen sein, dass der Geschädigte dem Angeklagten zuvor das Mietverhältnis aufgekündigt habe.

 

Der seit dem 11.04.2018 in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte hat die ihm zur Last gelegte Tat bisher eingeräumt.

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Koblenz hat das Hauptverfahren eröffnet und Termin zur Hauptverhandlung auf den 25.09.2018 bestimmt. Bitte wenden Sie sich insoweit wegen weiterer Einzelheiten an die Pressestelle des Landgerichts Koblenz.

  

Rechtliche Hinweise:

 

Wegen Totschlags macht sich strafbar, wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Verurteilung der Angeschuldigten wahrscheinlicher als ihr Freispruch ist. Allein mit der Erhebung einer Anklage ist weder ein Schuldspruch noch eine Vorverurteilung der Betroffenen verbunden.

 

 gez. Harald Kruse
Leitender Oberstaatsanwalt