Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung in der JVA Diez am 02.11.2017

Erstmitteilung - 2070 Js 66308/17-

 

Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt gegen einen 35 Jahre alten Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der gefährlichen Körperverletzung. 

Der Beschuldigte ist wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Strafe wird derzeit in der Justizvollzugs- und Sicherungsverwahrungsanstalt Diez vollstreckt. Dort wurde der Beschuldigte am 02.11.2017 von seiner Ehefrau und ihren beiden Kindern besucht. In dem Besuchsraum hielten sich zeitgleich weitere Häftlinge mit ihrem Besuch auf.

Der Beschuldigte steht im Verdacht, sich gegen Ende der Besuchszeit aggressiv gegenüber seiner Ehefrau gezeigt und sie unter Verwendung eines selbst gebauten Stichwerkzeugs zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Außerdem soll er auf sie eingestochen haben. Ein Mithäftling versuchte daraufhin, den Beschuldigten dazu zu bewegen, von seiner Ehefrau abzulassen. Im weiteren Verlauf konnte der Beschuldigte von Justizvollzugsbediensteten überwältigt und in einen besonders gesicherten Haftraum verbracht werden. Die Zeugin ist durch die Stiche verletzt worden, wobei zu keiner Zeit Lebensgefahr bestand.

 

Die Ermittlungen dauern an. Sie werden sich auch darauf erstrecken, weshalb der Beschuldigte im Besuchsraum ein Stichwerkzeug bei sich führen konnte.

 

 gez Harald Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt