Tötungsdelikt in Ulmen am 17.10.2019

Folgemitteilung - 2060 Js 63534/19 -

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Ende Januar 2020 gegen einen 21 Jahre alten eritreischen Staatsangehörigen aus Ulmen Anklage zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Koblenz wegen des Verdachts des Mordes erhoben.

In der mittlerweile zugestellten Anklage wird dem seit dem 18.10.2019 in Untersuchungshaft befindlichen Angeschuldigten zur Last gelegt, am Abend des 17.10.2019 in einer Wohnung in Ulmen einen 20 Jahre alt gewordenen eritreischen Staatsangehörigen heimtückisch mit einem Küchenmesser attackiert zu haben. Das Tatopfer wurde bei dem Angriff so schwer verletzt, dass es trotz intensivmedizinischer Betreuung am 26.10.2019 im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz an den Folgen einer Stichverletzung im Kopfbereich verstorben ist. Der Beschuldigte hat den Tatvorwurf teilweise eingeräumt.

Für Mitteilungen über den Fortgang des Verfahrens ist die Pressestelle des Landgerichts zuständig, so dass ich bitte, sich für weitere Informationen dorthin zu wenden.

Rechtliche Hinweise

Wegen Mordes gemäß § 211 Abs. 2 StGB macht sich u.a. strafbar, wer einen Menschen heimtückisch tötet. Das Gesetz sieht hierfür eine lebenslange Freiheitstrafe vor.

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Verurteilung der Angeschuldigten wahrscheinlicher als ihr Freispruch ist. Allein mit der Erhebung einer Anklage ist - ebenso wie mit dem Erlass eines Haftbefehls - weder ein Schuldspruch noch eine Vorverurteilung der Betroffenen verbunden. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.

gez. Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt